Im Jahr 2022 verstärkte die Volkswagen Group laut ihrem dritten Bericht über verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung ihre Analysen und Sorgfaltspflichten, um Menschenrechtsverletzungen in ihrer Lieferkette bei Schlüsselmaterialien zu verhindern und aufzudecken. Die Überarbeitung diente teilweise der Vorbereitung auf ein deutsches Gesetz, das Unternehmen, die in dem Land Geschäfte tätigen, Sorgfaltspflichten in der Lieferkette auferlegt und Anfang 2023 in Kraft trat.
Der neue Ansatz zielt darauf ab, Menschenrechts- und Umweltrisiken durch eine systematische Risikoanalyse auf Grundlage der Geschäftsmodelle der Lieferanten zu verhindern oder zu minimieren, wobei interne und externe Risikodaten kombiniert und Lieferanten sowohl nach länderbezogenem Risiko als auch nach ihrem individuellen Profil bewertet werden. Die VW Group – einschließlich Porsche und Audi – bezieht Stahl, Kupfer, Aluminium, Batteriebestandteile wie Lithium und Kobalt sowie Konfliktmaterialien wie Zinn, Wolfram und Gold von mehr als 59.000 Lieferanten in 90 Ländern.
Nach ihrem Nachhaltigkeitsbericht 2022 verfügte VW über mehr als 12.600 Nachhaltigkeitsbewertungen, die 75 % des Beschaffungsvolumens abdeckten, davon mehr als die Hälfte mit A-Bewertung. Ihr Beschwerdeverfahren bearbeitete 145 Meldungen über Verstöße, und vier Lieferanten wurden wegen schwerwiegender Verstöße von neuen Verträgen ausgeschlossen. In diesem Jahr trat VW der Initiative for Responsible Mining Assurance bei, zertifizierte die meisten Lieferantenstandorte mit der Leather Working Group, vertiefte das Engagement in der Batterielieferkette, steuerte eine hydrologische Studie zu einer Responsible Lithium Partnership in Chile bei und besuchte Kobalt- und Kupferstandorte in der Demokratischen Republik Kongo.
Über 12.600 Nachhaltigkeitsbewertungen von Lieferanten, die 75 % des Beschaffungsvolumens abdecken, 145 bearbeitete Beschwerdemeldungen und 4 Lieferanten, die wegen schwerwiegender Verstöße von neuen Verträgen ausgeschlossen wurden.
Das deutsche Gesetz machte die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette in Bezug auf Menschenrechte für Unternehmen, die dort Geschäfte tätigen, ab Anfang 2023 zu einer gesetzlichen Anforderung.
Das für Beschaffung zuständige Vorstandsmitglied von VW erklärt, die schwerwiegendsten Menschenrechts- und Umweltrisiken lägen auf der Bergbauebene, in den vorgelagerten Stufen, in denen die Aufsicht am schwierigsten sei.
Eine systematische Risikoanalyse ermöglicht die Priorisierung eines Netzwerks von 59.000 Lieferanten: Länderrisiko und Geschäftsprofile der Lieferanten zeigen, wo Audits am wichtigsten sind.
Die Durchsetzung verleiht dem System Nachdruck – vier von neuen Verträgen ausgeschlossene Lieferanten signalisieren, dass Bewertungen und Beschwerdefeststellungen Konsequenzen haben.
Compliance als System – risikobewertete Lieferanten, Beschwerdekanäle, Vertragsdurchsetzung – verwandelt eine gesetzliche Pflicht in Einfluss auf die tiefsten Stufen einer Lieferkette.
Zum Stand der Berichterstattung vom Juli 2023 arbeitete das System im großen Maßstab: über 12.600 Nachhaltigkeitsbewertungen von Lieferanten, die 75 % des Beschaffungsvolumens abdecken, 145 bearbeitete Beschwerdemeldungen, vier von neuen Geschäften ausgeschlossene Lieferanten sowie neue Zertifizierungen und Engagements im Bergbausektor bei Leder, Lithium und Kobalt. Das für Beschaffung zuständige Vorstandsmitglied Dirk Große-Loheide sagte, VW arbeite weiter mit indirekten Lieferanten in vorgelagerten Ketten zusammen, „wo die Herausforderung am größten ist“.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Volkswagen overhauls human rights due diligence in materials supply chain Supply Chain Dive · supplychaindive.com ·