Im Februar 2024 fusionierte das in Indianapolis ansässige Unternehmen Marathon Health mit dem in Denver ansässigen Unternehmen Everside Health und schuf damit ein wertbasiertes Primärversorgungsnetz, das mehr als drei Millionen Patienten in 41 Bundesstaaten versorgt. Das fusionierte Unternehmen arbeitet mit Arbeitgebern, Gewerkschaften, Bundesstaaten und Städten zusammen, um Kliniken vor Ort und in der Nähe zu betreiben, die Primärversorgung, psychische Gesundheit und einige Telemedizindienste anbieten. CEO Jeff Wells prognostizierte, dass die Fusion es Marathon ermöglichen würde, seine Präsenz auszubauen, und erwartete Kosteneinsparungen von etwa 25 % für die von Arbeitgebern gesponserten Gesundheitspläne und Gewerkschaften, die das Unternehmen bedient.
Im darauffolgenden Jahr konzentrierte Wells die Expansion auf zwei Achsen: die Geografie, indem Marathon seine Präsenz in Indiana, Ohio, den Carolinas, Florida, Colorado und New Jersey vertiefte, und die Art der Kunden, indem das Unternehmen verstärkt auf Arbeitgeber im öffentlichen Sektor setzte – Bundesstaaten, Städte, Landkreise und Schulsysteme –, die bereits mehr als ein Drittel der Kunden ausmachten. Das Unternehmen migrierte außerdem alle seine Gesundheitszentren auf eine einzige Technologieplattform namens Ignite; laut Wells funktionierte dieses Projekt am besten, wenn Kliniker, medizinische Assistenten und Leistungserbringer frühzeitig in die Einführung einbezogen wurden, statt sie als Endnutzer eines IT-Projekts zu behandeln.
Ein Jahr nach Abschluss der Fusion war Marathon von 680 auf mehr als 750 Gesundheitszentren gewachsen und gab an, rund 25 % des US-Markts für erweiterte Primärversorgung zu kontrollieren, wobei die Gesamtversorgungskosten 25–30 % unter dem lagen, was Wells als „normale Gesundheitsversorgung“ bezeichnete.
Wachstum von 680 auf über 750 Gesundheitszentren, Vereinheitlichung auf einer einzigen Ignite-Plattform, Erfassung von rund 25 % des Markts für erweiterte Primärversorgung bei Kosten, die 25–30 % unter der normalen Versorgung liegen.
Das US-Gesundheitswesen gibt pro Kopf etwa doppelt so viel aus wie andere entwickelte Länder, und Wells schätzte, dass etwa 30 % der Inanspruchnahme unnötig sind – Spielraum für ein wertbasiertes Modell zur Kostensenkung.
Die Kombination von Marathon und Everside ergab eine tiefere Abdeckung in Indiana, Ohio, den Carolinas, Florida, Colorado und New Jersey sowie die Größe, um große Kunden im öffentlichen Sektor wie Bundesstaaten und Schulsysteme zu gewinnen.
Wells legte Priorität darauf, Kliniker, medizinische Assistenten, Ärzte und Pflegefachkräfte frühzeitig in die Technologieeinführung einzubeziehen, statt die Plattformmigration als reines IT-Projekt zu behandeln.
Der Nutzen einer Fusion ergibt sich aus der Geschwindigkeit der Integration – daraus, Frontline-Kliniker frühzeitig in die Systemeinführung einzubeziehen und nicht nur Mitgliederzahlen auf dem Papier zusammenzuführen.
Ein Jahr später kontrollierte Marathon etwa 25 % des US-Markts für erweiterte Primärversorgung und gab an, dass die Gesamtversorgungskosten 25–30 % unter der normalen Gesundheitsversorgung lagen. Etwa 70 % der Primärversorgung fanden weiterhin persönlich statt, aber das Volumen der virtuellen Versorgung war rund 300 % höher als vor der Pandemie. Wells sagte, die Primärversorgung als Fachgebiet stehe vor einer Personalkrise, da Leistungserbringer im Fee-for-Service-System zu hohen Patientenzahlen gedrängt würden, und er stellte das wertbasierte Modell von Marathon als Alternative dar.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Marathon Health CEO Jeff Wells on lessons learned 1 year post-merger Healthcare Dive · healthcaredive.com ·
- Primary care providers Marathon Health and Everside Health merge Healthcare Dive · healthcaredive.com ·