Jain eLibrary begann 2008 mit der Digitalisierung alter Manuskripte, Bücher, Artikel, Audiodateien und Schriften, weil Jain-religiöse Texte über Bibliotheken, Tempelarchive und spezialisierte Organisationen verstreut waren. Als Anish Visaria 2020 dazukam, verfügte das Projekt über ein großes, aber schwer nutzbares Archiv.
Visaria nutzte optische Zeichenerkennung, um aus mehr als 4 Millionen gescannten Seiten Rohtext zu extrahieren. Statt auf ein vollständiges konversationelles KI-System zu warten, baute das Team zuerst Jain Quantum, eine Google-ähnliche Suchmaschine, und startete 2023 JainGPT, damit Nutzer Fragen zum Jainismus und seinen Primärquellen stellen konnten.
Der schrittweise Ansatz erzielte messbare Reichweite: Jain Quantum hatte im vergangenen Jahr 790.000 Nutzer, während JainGPT nach dem Start 22.000 Nutzer hatte, die meisten im Alter von 14 bis 35 Jahren. Auch Forscher, Professoren, Nutzer aus der Diaspora und Nicht-Jains verwendeten es, obwohl das Werkzeug noch semantische Suche und kein natürlichsprachiges großes Sprachmodell war.
Jain Quantum hatte im vergangenen Jahr 790.000 Nutzer, während JainGPT nach seinem Start 2023 22.000 Nutzer erreichte und damit Primärtexte jüngeren Lesern und Forschern öffnete.
Bestehende Jain-Texte waren außerhalb von Bibliotheken, Tempelarchiven und spezialisierten Organisationen schwer zugänglich.
Jüngere Nutzer brauchten einen einfacheren Weg, Fragen zu stellen und Antworten aus Schriften und verwandten Werken zu erhalten.
OCR wandelte mehr als 4 Millionen gescannte Seiten in Rohtext um, der ein durchsuchbares Produkt stützen konnte.
Der Aufbau von Jain Quantum vor JainGPT lieferte einen Nutzen, ohne auf ein vollständiges großes Sprachmodell zu warten.
Wenn ein spezialisiertes Archiv schwer zu nutzen ist, sollte zunächst der zugrunde liegende Korpus digitalisiert und dann Suche und konversationeller Zugang ergänzt werden; die Akzeptanz kann wachsen, bevor die endgültige Oberfläche voll ausgereift ist.
Der digitale Zugang von Jain eLibrary reichte über Jain-Anhänger hinaus: Visaria sagte, JainGPT habe Forscher und Professoren ebenso bedient wie Nutzer, die Rituale, Gebete und Jain-Philosophie lernten. Das Werkzeug benötigte noch eine natürlichsprachige LLM-Schicht, aber das Archiv war bereits zu einer durchsuchbaren, weltweit nutzbaren Ressource geworden.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- JainGPT chatbot brings ancient Jain teachings to modern audiences Rest of World · restofworld.org ·