Meta ist von seinen Plänen abgerückt, die Virtual-Reality-Unterstützung für Horizon Worlds zu beenden, die soziale Plattform, die einst als Eckpfeiler der Metaverse-Vision des Unternehmens angepriesen wurde. Am 17. März teilte Meta den Nutzern mit, dass Horizon Worlds ab dem 15. Juni nicht mehr auf Quest-Headsets unterstützt werde und die Plattform stattdessen auf Mobilgeräten und im Web fortgeführt werde. Diese Entscheidung hielt kaum einen Tag.
In einer Instagram-Fragerunde sagte Metas Chief Technology Officer Andrew Bosworth, das Unternehmen habe beschlossen, Horizon Worlds in VR weiterzubetreiben, nachdem Fans erklärt hätten, sie seien über diesen Schritt „herzzerreißend“ enttäuscht. Meta werde die Plattform „auf absehbare Zeit“ in VR verfügbar halten, allerdings mit eingeschränkter Unterstützung und vor allem für Personen, die bereits bestehende Spiele nutzen.
Der Fokus verlagert sich auf die Mobilversion von Horizon Worlds, deren Downloads im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent gestiegen sind. Bosworth sagte, auf Smartphones gebe es ein „viel größeres Publikum“, und argumentierte, die Entwicklung für diese Geräte gebe dem Team mehr Schwung, als separate Mobil- und VR-Versionen zu unterhalten.
Der Kontext ist ein langer Rückzug: Reality Labs hat seit der Umbenennung von Facebook in Meta im Jahr 2021 73 Milliarden US-Dollar in VR und AR gesteckt, ohne einen Massenmarkterfolg zu erzielen. Horizon Worlds hatte Mühe, virtuelles Sozialisieren zum Mainstream zu machen, die Quest-Nachfrage ließ nach, und Meta strich in diesem Jahr mehr als 1.500 Stellen bei Reality Labs. Die Mobil-App hat weltweit 45 Millionen Downloads erreicht, davon 1,5 Millionen allein im bisherigen Jahr 2026.
Horizon Worlds mobil: 45 Millionen Downloads weltweit auf iOS und Google Play, 53 Prozent mehr als im Vorjahr, darunter 1,5 Millionen im bisherigen Jahr 2026.
Die Kehrtwende war eine Reaktion auf den Widerstand der Kernnutzer, aber nur eine teilweise: VR bleibt am Leben erhalten, während Investitionen und Schwung auf Mobilgeräte übergehen.
Die Zahlen machten die Richtung eindeutig – 45 Millionen Mobil-Downloads gegenüber einer VR-Plattform, die nie der von Meta erhoffte Erfolg wurde.
Die Pflege zweier Versionen teilte das Team; die Entwicklung für Smartphones verleiht laut Bosworth mehr Schwung, als Mobil und VR parallel zu betreiben.
Es markiert das praktische Ende der Metaverse-first-Ära der Plattform: Selbst die App, die die Umbenennung verankerte, wächst nun dort, wo die Nutzer sind.
Eine Abschaltungsankündigung ist ein Anlass zum Zuhören: Ein Tag enttäuschter Nutzer kann eine Plattformentscheidung rückgängig machen – aber nur zur Hälfte.
Stand 2026-03-20 ist Horizon Worlds „auf absehbare Zeit“ in VR verfügbar, mit eingeschränkter Unterstützung für bestehende Spieler, während sich der Schwerpunkt der Plattform auf die Mobil-App verlagert. Reality Labs, das seit der Umbenennung 2021 73 Milliarden US-Dollar ausgegeben hat, hat in diesem Jahr mehr als 1.500 Stellen gestrichen, während Meta seinen Fokus verengt.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Meta U-turns on Horizon Worlds VR shutdown after user backlash Euronews · euronews.com ·