FedEx hat seit der Übernahme von TNT Express im Jahr 2016 eine stärkere europäische Präsenz angestrebt, doch ein schwacher Markt für Paketdienstleister führte dazu, dass die Backoffice- und Vertriebsfunktionen der Region über mehrere Länder verteilt und teuer im Betrieb waren. Im Juni 2024 kündigte das Unternehmen Pläne an, zwischen 1.700 und 2.000 solcher Stellen in Europa zu streichen.

Der Plan fasst Aktivitäten, die in ganz Europa ausgeführt werden, in ausgewählten gemeinsamen Aktivitätszentren in Ländern zusammen, die am besten zu den Bedürfnissen von FedEx und seinem bestehenden Immobilienbestand passen, und unterliegt einer 18-monatigen Konsultation nach lokalem Recht. FedEx erwartet, dass der Plan ab dem Geschäftsjahr 2027 jährlich 125–175 Mio. USD einspart. Richard Smith, International COO von FedEx und CEO der Airline, nannte die Maßnahmen notwendige Schritte, die unerlässlich seien, um FedEx auf den richtigen Weg zu bringen, und sagte, Kunden sollten keine Änderung der Leistung bemerken.

Die Kürzungen erweitern eine umfassendere Transformation, statt sie zu ersetzen: CFO John Dietrich hatte im März 2024 gesagt, die Mitarbeiterzahl sei im vergangenen Jahr um fast 22.000 gesunken, mit weiteren Möglichkeiten voraus, und die Ankündigung steht neben dem laufenden DRIVE-Programm und der Fusion der getrennten Express- und Ground-Netze. CEO Raj Subramaniam bezeichnet Europa weiterhin als bedeutende Chance und als einen Bereich, auf den er persönlich hohen Fokus legt.

Erwartete Einsparungen von 125–175 Mio. USD jährlich ab dem Geschäftsjahr 2027; die unternehmensweite Mitarbeiterzahl war bis März 2024 im Jahresvergleich bereits um fast 22.000 gesunken.

Ein schwacher Markt für Paketdienstleister machte die strukturelle Kostenbasis in Europa untragbar.

Backoffice- und Vertriebsaktivitäten waren Jahre nach der Übernahme von TNT Express noch immer über europäische Länder verteilt doppelt vorhanden.

Die Zusammenführung in gemeinsame Aktivitätszentren nutzt den bestehenden Immobilienbestand und verspricht den Kunden keine Änderung der Leistung.

Europäisches Recht verlangt eine 18-monatige Konsultation, sodass die Ankündigung im Juni 2024 der Weg war, diese Frist bis zu den Einsparungen im Geschäftsjahr 2027 in Gang zu setzen.

Erworbene regionale Größe zahlt sich erst aus, wenn man das dahinterstehende Backoffice zusammenführt; in Europa sollte man die nach lokalem Recht erforderliche Konsultationsfrist einplanen, bevor Einsparungen eintreten.

Einsparungen von 125–175 Mio. USD pro Jahr werden wegen der Konsultationsfrist erst ab dem Geschäftsjahr 2027 erwartet, und FedEx gab nicht an, welche Aktivitäten verlagert werden. Der Stellenabbau ist Teil einer unternehmensweiten Verringerung um fast 22.000 Stellen im Jahr bis März 2024 und läuft neben DRIVE und der Fusion der Express- und Ground-Netze, während das Management Europa weiterhin als seine wichtigste verbleibende Wachstumschance darstellt.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. FedEx layoffs: Cost cuts target up to 2,000 Europe jobs Supply Chain Dive · supplychaindive.com ·
  2. FedEx news release on Europe cost reductions, filed as Exhibit 99.1 SEC · sec.gov ·