Am 2. September 2019 erklärte die Lotte Group, sie habe ihren gesamten Anteil an Burger King Japan Holdings verkauft, neun Jahre nach dem Erwerb der Fast-Food-Franchise. Nach Angaben des Financial Supervisory Service war der Käufer die in Hongkong ansässige Private-Equity-Firma Affinity Equity Partners, der größte Anteilseigner von Burger King Korea. Der genaue Preis wurde nicht bekannt gegeben, aber Branchenquellen bezifferten den Deal auf rund ₩10 Mrd. (8,26 Mio. US-Dollar).
Lottes Gastronomiebetrieb Lotte GRS hatte Burger King Japan Holdings im Jahr 2010 im Rahmen einer Vereinbarung erworben, die auch ₩20 Mrd. Schulden übernahm. Der Wettbewerb durch McDonald's und Mos Burger erwies sich als unerbittlich: Burger King Japan verzeichnete seit 2011 jedes Jahr Verluste von etwa ₩10 Mrd. Lotte erklärte, der Verkauf diene dazu, die Auslandsgeschäfte des Konzerns zu straffen und die Rentabilität zu verbessern.
Der Käufer kannte den Markt: AEP hatte Burger King Korea 2016 für ₩210 Mrd. erworben und verzeichnete 2018 einen Umsatz von ₩402,7 Mrd., etwa 16 % mehr als im Vorjahr, bei einem Betriebsgewinn von ₩9 Mrd. — rund eine Versechsfachung gegenüber dem Vorjahr. AEP erklärte, es plane, ¥5 Mrd. (47,1 Mio. US-Dollar) in das japanische Geschäft zu investieren, um die Zahl der Filialen bis 2022 von 100 auf 300 zu steigern, während BKR, der Betreiber von Burger King Korea, erklärte, es werde die Expansion über seine 360 Filialen hinaus fortsetzen.
Ein jährliches Verlustgeschäft von ₩10 Mrd. wurde gestoppt: Lotte verkaufte die Einheit für rund ₩10 Mrd. (8,26 Mio. US-Dollar), um die Auslandsgeschäfte zu straffen und die Rentabilität zu verbessern.
Die japanische Einheit hatte in acht aufeinanderfolgenden Jahren jeweils etwa ₩10 Mrd. verloren — ein strukturelles Defizit, kein Anlaufverlust.
Die Marktdominanz von McDonald's und Mos Burger ließ Burger King Japan keinen Weg zur Skalierung, den Lotte zu finanzieren bereit war.
Der Käufer betrieb bereits das profitable koreanische Geschäft nebenan und war damit der natürliche Eigentümer des japanischen Betriebs.
Man muss wissen, welche Verluste Investitionen und welche Dauerabonnements sind: Acht Jahre identischer Verluste sind keine Wachstumsgeschichte, sondern ein Abonnement.
Affinity Equity Partners verpflichtete sich, ¥5 Mrd. einzusetzen, um Burger King Japan bis 2022 von 100 auf 300 Filialen zu bringen, während Lotte die profitablen Teile behielt: Die Expansion von Burger King Korea wurde unter BKR fortgesetzt, und das Auslandsportfolio des Konzerns war um einen chronischen Verlustbringer leichter.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Lotte sells Burger King Japan for W10b The Korea Herald · koreaherald.com ·