Spirit AeroSystems, Boeings größter Zulieferer, verwendete die Zeit von 2018 bis Anfang 2021 darauf, die zuvor 500.000 Quadratfuß umfassende Lagerfläche rund um den Standort Wichita in Kansas in ein siebenstöckiges, 150.000 Quadratfuß großes Global Digital Logistics Center zu integrieren. CEO Tom Gentile gab die Fertigstellung am 24. Februar 2021 in der Telefonkonferenz zum vierten Quartal 2020 bekannt und beschrieb eine Technologie für Distributionszentren, die Teile genauer und pünktlicher zu den Mechanikern in der Fabrik bringt. Die Anlage wickelt nach Angaben des Wichita Business Journal etwa 51.000 Teile ab.
Das Projekt fiel unmittelbar in die Zeit des 737-MAX-Flugverbots und anschließend der COVID-Pandemie: Die gelieferten Shipsets sanken von 1.791 im Jahr 2019 auf 920 im Jahr 2020, und Boeing senkte die Fertigungsrate auf sieben Flugzeuge pro Monat. Gentile argumentierte, der Abschwung sei die Gelegenheit und nicht das Hindernis gewesen: „Wir hätten das nicht tun können, wenn wir bei 52 Flugzeugen pro Monat gewesen wären. Aber bei sieben Flugzeugen pro Monat hatten wir die Kapazität dafür, und wir haben es gemacht.“
Neben dem Zentrum installierte Spirit eine automatisierte Montagelinie für Bodenbalken der 737 MAX – eine MAX 8 hat 47 davon in mehr als 400 Konfigurationen –, die bis Ende des ersten Quartals 2021 in Betrieb gehen sollte. Gentile sagte, die Digitalisierungsoffensive solle die „Realisierung“, also die Zahl der in der verfügbaren Zeit produzierten Einheiten, auf 90–100 % steigern und die Überstunden unter 8 % senken, nachdem sie bei früheren Ratensteigerungen zeitweise über 30 % gelegen hatten. Der Umbau erfolgte inmitten von Schmerz: Mehr als 8.000 Stellen in Programmen der kommerziellen Luftfahrt wurden gestrichen, und Boeing leistete einen Vorschuss von 225 Millionen US-Dollar.
500.000 Quadratfuß Lagerfläche wurden in ein 150.000 Quadratfuß großes, siebenstöckiges Zentrum integriert, das etwa 51.000 Teile abwickelt; angestrebt wurden Überstunden unter 8 % gegenüber früheren Spitzenwerten von 30 %
Die über Wichita verstreuten 500.000 Quadratfuß Lagerfläche bremsten die Teilebereitstellung, während Boeing die Produktion ankurbelte; der Spatenstich 2018 zielte auf Lagerkapazität und Effizienz bei der Kommissionierung ab.
Das MAX-Flugverbot und die COVID-Ratenkürzungen setzten Kapazitäten frei – ein Umbau, den Spirit bei 52 Flugzeugen pro Monat „nicht hätte machen können“, wurde bei sieben möglich.
Die Konsolidierung brachte die Technologie für Distributionszentren in einem einzigen Turm unter und ersetzte die Zersplitterung durch einen kürzeren, genaueren Weg vom gelagerten Teil zum Mechaniker in der Fabrik.
Ein Nachfragetief kann der Moment sein, um Abläufe neu aufzustellen: Bei sieben Flugzeugen pro Monat konnte Spirit die Logistik umbauen, die es bei einer Rate von 52 nie hätte anfassen können.
Die Fertigstellung wurde am 24. Februar 2021 bekannt gegeben; das Zentrum brachte die Teileabwicklung ins eigene Haus, und die Bodenbalkenlinie sollte bis Ende des Quartals in Betrieb gehen. Spirit strebte bei sich erholenden Raten eine Realisierung von 90–100 % und Überstunden unter 8 % an und erwartete anschließend Verbesserungen bei Qualität und Arbeitsproduktivität. Der Kontext blieb rau: Das Unternehmen hatte mehr als 8.000 Stellen in Programmen der kommerziellen Luftfahrt gestrichen und stützte sich auf einen Vorschuss von 225 Millionen US-Dollar von Boeing, um den Abschwung zu überstehen.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Boeing supplier Spirit AeroSystems consolidates warehouse space with digital logistics center Supply Chain Dive · supplychaindive.com ·