Am 30. Juni 2015 übergab der 85-jährige Osamu Suzuki, der Japans viertgrößten Automobilhersteller fast vier Jahrzehnte lang geführt hatte, die Präsidentschaft an seinen ältesten Sohn Toshihiro und blieb als Vorsitzender und CEO im Amt. Der Schritt sollte die Nachfolgefragen klären, die der Markt seit Jahren gestellt hatte.

Der Sohn erbte eine Prüfung: Im Mai 2016 räumte Suzuki ein, bei 2,1 Millionen Fahrzeugen in Japan unzulässige Kraftstoffverbrauchstests verwendet zu haben, und die Aktien fielen an einem Tag um 9,4 %. Ein Jahr später traf Toshihiro die entscheidende Entscheidung – im September 2018 verkaufte Suzuki seinen 25 Jahre alten China-Joint-Venture-Anteil, nach dem US-Ausstieg 2012, um sich auf Indien zu konzentrieren, wo das Unternehmen bereits den Kleinwagenmarkt dominierte.

Indien zahlte sich aus. Toshihiro setzte sich das Ziel von 5 Millionen Fahrzeugen jährlich dort bis 2030 mit 30 Modellen, und Maruti Suzuki überschritt im Geschäftsjahr 2024 erstmals 2 Millionen Jahresverkäufe, mit einem um 64 % gestiegenen Nettogewinn auf 13.209 crore ₹ (rund 132,09 Mrd. ₹) bei einem Umsatz von mehr als 16 Milliarden US-Dollar.

Maruti Suzuki überschritt im Geschäftsjahr 2024 erstmals 2 Millionen Jahresverkäufe, mit einem um 64 % gestiegenen Nettogewinn auf 13.209 crore ₹ (rund 132,09 Mrd. ₹) bei einem Umsatz von 16 Mrd. US-Dollar, was Suzukis Rekordergebnis untermauerte.

Der Testskandal von 2016 zwang den neuen Präsidenten, früh Disziplin zu beweisen.

Der Ausstieg aus China verringerte Verluste in einem Markt, in dem Suzukis Kleinwagen nicht mehr passten.

Indien war ein Markt, den Suzuki anführen und nicht nur verfolgen konnte, mit einem dominierenden Anteil.

Die Konzentration der Ressourcen auf einen Markt machte aus einem Nischenhersteller einen Rekordverdiener.

Eine familieninterne Übergabe ist nicht die Entscheidung, auf die es ankommt – sondern die Wahl des nächsten Führers, wo man konkurrieren will. Toshihiro verließ einen schrumpfenden Markt, um auf denjenigen zu setzen, den Suzuki beherrschen konnte.

Die Indien-Wette wirkte weiter: Die Rekorde von Maruti Suzuki im Geschäftsjahr 2024 wurden zu Rekorden der Suzuki-Gruppe, und das Unternehmen, das die beiden größten Automärkte der Welt verlassen hatte, wurde allein mit Kleinwagen zu einem der weltweit größten Gewinner. Osamu starb im Dezember 2024 im Alter von 94 Jahren und hatte erlebt, wie die Wette seines Sohnes zum Motor der Gruppe wurde.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Suzuki Motor CEO names son to succeed him as president Reuters · reuters.com ·
  2. Suzuki Says it Used Wrong Mileage Tests for Japan Models; Shares Slide NBC News · nbcnews.com ·
  3. Suzuki forced out of China as buyers continue to favor SUVs Times of India · timesofindia.indiatimes.com ·
  4. Maruti Suzuki FY24 turnover crosses USD 16 billion; Sales, profit at all-time high Autocar Professional · autocarpro.in ·