Am 31. März 2026 teilte Volvo Cars mit, man habe vereinbart, mehr als 300 Millionen US-Dollar Schulden der Schwestermarke Polestar in Aktien umzuwandeln – ein Schritt mit dem Ziel, die Produktion des elektrischen SUV Polestar 3 im Werk Charleston in South Carolina zu bündeln. Polestar wird die Produktion des Polestar 3 in Chengdu, China, einstellen und das Modell nur noch in South Carolina bauen. CEO Hakan Samuelsson sagte, die Bündelung der globalen Polestar-3-Produktion in Charleston helfe, Effizienzen für beide Unternehmen zu erzielen, und unterstreiche zugleich das Vertrauen in die Rolle des Werks innerhalb des Fertigungsverbunds.

Beide Marken im Besitz von Geely hatten mit Liquiditätsproblemen und einem verzögerten Hochlauf der Elektromobilität zu kämpfen, da die Elektrifizierung in den USA schwächer ausfiel als erwartet und Zölle Fahrzeuge trafen, deren Produktion stark von chinesischen Werken abhing. Der Polestar 3 teilt Design, Technologie und Preisband mit Volvos Flaggschiff EX90, dessen schwache Verkäufe – weltweit nur etwas mehr als 16.000 Einheiten im Jahr 2025 bei einer Produktionskapazität von Charleston von bis zu 150.000 – zu einer Wertminderung der Gruppe von mehr als 1 Milliarde US-Dollar beitrugen, die im Juli 2025 verbucht wurde.

Im Rahmen der Vereinbarung führt Volvo eine erste Umwandlung von etwa 274 Millionen US-Dollar und eine zweite von etwa 65 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026 durch, wodurch sich seine Polestar-Beteiligung auf etwa 19,9 Prozent verdoppelt, und verlängert die Laufzeit seines verbleibenden Kredits von 661 Millionen US-Dollar bis 2031. Geely Holding soll separat Kreditforderungen im Wert von etwa 300 Millionen US-Dollar in Polestar-Aktien tauschen. Samuelsson, der 2025 für eine zweijährige Amtszeit zurückgeholt wurde, hatte bereits Effizienzmaßnahmen eingeleitet, darunter den Abbau von 3.000 Stellen, und den Polestar 7 im künftigen Volvo-Werk Kosice in der Slowakei angesiedelt.

Volvos Polestar-Beteiligung verdoppelte sich auf ~19,9 % durch Schuldenumwandlungen von 274 Mio. US-Dollar plus 65 Mio. US-Dollar; der Kredit von 661 Mio. US-Dollar wurde bis 2031 verlängert; der Polestar 3 wird jetzt nur noch in Charleston gebaut.

Die Produktion des Polestar 3 war zwischen Chengdu und Charleston aufgeteilt, während schwache US-Nachfrage und Zölle eine stark auf China angewiesene Produktion bestraften – ein einziges US-Werk senkt daher Kosten und Tarifrisiken.

Der EX90 auf derselben Plattform und mit ähnlichem Preis setzte 2025 nur 16.000 Einheiten ab, bei 150.000 Einheiten Kapazität in Charleston, was zu einer Wertminderung von über 1 Milliarde US-Dollar beitrug.

Die Umwandlung von Schulden in Aktien rekapitalisiert das klamme Polestar, ohne einen frischen Mittelabfluss, wie ihn eine neue Kreditvergabe erfordern würde.

Die Polestar-3-Produktion an einem einzigen Standort verstärkt die Kostensynergien, die beide Geely-Schwestermarken benötigen, wie Polestar-CEO Michael Lohscheller in der Erklärung sagte.

Wenn zwei Schwestermarken nahezu identische Fahrzeuge in einen gemeinsamen Nachfragepool verkaufen, positionieren sich beide durch die Bündelung der Produktion und die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital schneller neu, als es eine neue Kreditvergabe ermöglichen würde.

Die erste Umwandlung von etwa 274 Millionen US-Dollar wurde mit der Ankündigung vom 31. März 2026 in Gang gesetzt, wobei die zweite Tranche von 65 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026 fällig ist, um Volvos Beteiligung auf etwa 19,9 Prozent zu heben. Die Produktion des Polestar 3 in Chengdu endet, und Charleston wird zum einzigen Werk des Modells. Polestar bleibt von seinen Eigentümern abhängig: Geely Holding hat erklärt, bis 2030 zu den fünf führenden Automobilherstellern der Welt mit einem weltweiten Absatz von mehr als 6,5 Millionen Fahrzeugen gehören zu wollen, und Volvo hält weiterhin 661 Millionen US-Dollar Polestar-Kredit, der nun 2031 fällig wird.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Volvo Cars to swap over $300 million of Polestar debt to refocus US production ETAuto (The Economic Times) · auto.economictimes.indiatimes.com ·