Bis 2024 hatte Amanda Blancs Aviva die defensive Hälfte seiner Neuausrichtung abgeschlossen: rund 8 Milliarden £ (10,8 Milliarden $) aus dem Verkauf von acht Geschäftsbereichen erlöst — mit dem Rückzug aus Märkten wie Frankreich, Italien und Polen — und etwa 10 Milliarden £ an die Anleger zurückgegeben, einschließlich Dividenden seit ihrer Amtsübernahme im Juli 2020, sodass der zweitgrößte Versicherer des Vereinigten Königreichs auf drei Kernmärkte fokussiert blieb: das Vereinigte Königreich, Kanada und Irland.

Dann kam die Wende zum Wachstum. Im Dezember 2024 schlug Aviva bei dem angeschlagenen Rivalen Direct Line für 3,7 Milliarden £ zu und erhielt damit ein Fünftel des britischen Kfz-Versicherungsmarkts; im März 2024 zahlte es 242 Millionen £ für Probitas und kehrte nach zwei Jahrzehnten zum Markt von Lloyd's of London zurück; und 2022 hatte es den Berater Succession Wealth für 385 Millionen £ gekauft, um den jährlichen Abfluss von 6 Milliarden £ an Renten- und Altbeständen einzudämmen, die Aviva an Rivalen verlor. Wealth soll bald ein Zehntel des Ergebnisses ausmachen.

Der Markt hat die Abfolge belohnt: Die Aviva-Aktie ist seit Blancs Amtsübernahme um rund 150 Prozent gestiegen, und das Unternehmen zählt fast 22 Millionen britische Kunden — hinter Lloyds an zweiter Stelle unter Banken und Versicherern. Analysten erwarteten für das erste Halbjahr 2026 einen operativen Gewinn von etwa 1,3 Milliarden £, ein Plus von 17,5 Prozent, als das Unternehmen im August berichten sollte. Offene Fragen bleiben: die uneinheitliche Performance einiger Fonds von Aviva Investors, die Bedrohung der Kfz-Versicherung durch autonome Fahrzeuge und ob der Zukauf von Wachstum Aviva den europäischen Mischkonzernen ähneln lässt, die einst mit einem Konglomeratsabschlag gehandelt wurden.

Aktie seit 2020 um ~150 % gestiegen; operativer Gewinn im H1 2026 erwartet bei ~1,3 Mrd. £ (+17,5 %); Wealth auf dem Weg zu einem Zehntel des Ergebnisses; ~10 Mrd. £ an Anleger zurückgegeben.

Die Rationalisierung gab Aviva drei konzentrierte Märkte und die Bilanz, um Wachstum zu kaufen, statt es dünn zu verteilen.

Die Notlage von Direct Line erlaubte es Aviva, ein Fünftel des britischen Kfz-Versicherungsmarkts zu konsolidieren, während der Rivale schwach war.

Der Succession-Wealth-Deal über 385 Mio. £ zielte auf ein konkretes Leck: Jährlich wandern 6 Mrd. £ an Rentenvermögen zu Rivalen ab.

Eine Neuausrichtung verdient das Recht zu wachsen: Erst nach dem Verkauf von acht Geschäftsbereichen und der Fokussierung auf drei Märkte konnte Aviva Wachstum kaufen, ohne den Konglomeratsabschlag wiederzubeleben.

Die Ergebnisse des Halbjahres 2026 standen wenige Tage nach der Analyse an, wobei das stärkste Wachstum in der Sachversicherung im Vereinigten Königreich und in Irland erwartet wurde, teilweise dank Direct Line. Blancs sechsjährige Bilanz — Veräußerungen, 10 Mrd. £ an Rückflüssen, drei Übernahmen und ein Aktienkursanstieg von rund 150 % — ließ Anleger fragen, was die Zugabe sein würde.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Aviva's remarkable revival leaves one big question: What next? CNBC · cnbc.com ·