Im Mai 2019 beendete McDonald's seinen sechsjährigen Streit mit dem indischen Franchisepartner Vikram Bakshi, indem es das 50:50-Joint-Venture Connaught Plaza Restaurants übernahm, das seine Filialen in Nord- und Ostindien betrieb. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen die vorübergehende Schließung von 165 Filialen an, während das Geschäft neu aufgestellt wurde. Die Bedingungen, einschließlich der Beilegung der umstrittenen Forderung von CPRL in Höhe von 330 Millionen US-Dollar, wurden nicht offengelegt.
Mit dem außergerichtlichen Vergleich beendeten Herr und Frau Bakshi ihre Verbindung zu dem fast 25 Jahre alten Joint Venture, und CPRL ging vollständig in das Eigentum von McDonald's India Private Limited und deren verbundener Gesellschaft McDonald's Global Markets LLC über. Robert Hunghanfoo wurde zum Leiter von CPRL ernannt und erklärte, die Restaurants würden „in den nächsten zwei Wochen oder so nach und nach wieder öffnen“.
Der Übergang konzentrierte sich auf zwei Bereiche: den Mitarbeitern Klarheit über ihre Zukunft zu geben und die Lebensmittelqualität in den Restaurants zu verbessern. Von McDonald's zertifizierte Lieferanten, die CPRL nach der Kündigung des Franchisevertrags nicht mehr beliefert hatten, konnten zurückkehren. Bakshi, dem zugeschrieben wird, McDonald's nach Indien gebracht zu haben, befand sich Berichten zufolge in Gesprächen über die Franchiserechte von Wendy's, während er ein zweites Engagement im indischen Fast-Food-Geschäft plante.
CPRL ging vollständig in das Eigentum von McDonald's India und McDonald's Global Markets über; die 165 betroffenen Filialen begannen innerhalb von etwa zwei Wochen nach dem Vergleich mit der Wiedereröffnung.
Die 50:50-Struktur hatte jahrelange Rechtsstreitigkeiten und einen gekündigten Franchisevertrag zur Folge gehabt, wodurch Filialen und Lieferanten in der Schwebe blieben.
Das vollständige Eigentum ermöglichte es McDonald's, Lieferantenbeziehungen und Qualitätskontrolle ohne ein Vetorecht eines Miteigentümers wieder aufzubauen.
Die gleichzeitige Schließung aller 165 betroffenen Filialen statt schleichender Schließungen machte die Neuaufstellung zu einem einzigen zweiwöchigen Vorgang.
Der außergerichtliche Vergleich beendete eine Forderung von 330 Millionen US-Dollar und die Unsicherheit, die über Mitarbeitern und Kunden hing.
Klarheit über die Eigentumsverhältnisse ist besser als ein festgefahrenes 50:50-Patt: einen zerstrittenen Partner auszukaufen – selbst um den Preis, jeden betroffenen Laden für eine Neuaufstellung zu schließen – ebnet den Weg zurück zu Wachstum.
Die Filialen begannen ab Mitte Mai 2019 unter der Leitung von McDonald's nach und nach wieder zu öffnen. Bakshi bestritt, seinen nächsten Schritt bereits entschieden zu haben, während Berichte über Gespräche mit Wendy's kursierten; der indische Franchisenehmer von Wendy's lehnte eine Stellungnahme ab.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- McDonald's buys out partner, will temporarily shut 165 outlets ET Retail · retail.economictimes.indiatimes.com ·