Fortune berichtet, dass Michaels schnell handelte, als Party City und Joann Fabrics 2025 liquidiert wurden. Innerhalb weniger Monate baute das Unternehmen in seinen 1.400 Filialen Flächen für Partybedarf ein, richtete eine Helium-Lieferkette ein, installierte Ballonfüllgeräte und schulte Mitarbeiter. Zudem kaufte es bei einer Insolvenzauktion das geistige Eigentum und die Eigenmarken von Joann und begann, in 1.000 seiner Standorte deutlich mehr Stoff zu verkaufen.
CEO David Boone, der im Februar 2025 die Führung übernahm, sagt, die Privateigentümerschaft durch Apollo helfe: Man müsse eine neue Strategie nicht der Wall Street erklären, und „der Vorstand ist nur einen Anruf entfernt“. Der Vorstoß soll Wachstum jenseits eines reifenden Marktes für Kunst- und Bastelbedarf finden, in dem Michaels ein Jahrzehnt lang vergeblich versucht hatte, den Abstand zu Hobby Lobby zu verringern, während der Jahresumsatz laut National Retail Federation bei etwa 5 Milliarden Dollar stagnierte.
Boone sagt, Michaels habe zuvor digitale Infrastruktur aufgebaut, eine Priorität nach Apollos 5-Milliarden-Dollar-Kauf im Jahr 2021, aber „klar nicht genug in den Filialen und beim Filialerlebnis“, weshalb sein gesamtes Kapital in den vergangenen 12 Monaten in die Läden verlagert worden sei. Dazu gehörten Party-Shops mit Ballons, Blumen und Grußkarten, Kioske in den Filialen für Kunst- und Schmuckbastelbedarf sowie lokale Sortimente, die Regionalmanager auswählen, etwa Junggesellinnen-Abschiedsdekorationen in Nashville und pferdethematische Dekoration in Calgary.
Boone merkt an, dass sowohl Joann als auch Party City Unternehmen mit 2 Milliarden Dollar Jahresumsatz waren, und erwartet, dass Michaels einen guten Teil davon übernehmen wird. Als Privatunternehmen veröffentlicht Michaels keine Ergebnisse; Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass Umsatz und bereinigter Gewinn im ersten Quartal um einen zweistelligen Prozentsatz gestiegen seien.
Pläne, einen Teil zweier Märkte mit je 2 Mrd. Dollar Jahresvolumen zu erobern; Bloomberg berichtete von zweistelligem Umsatz- und bereinigtem Gewinnwachstum im ersten Quartal (anonyme Quellen).
Der Markt für Kunst- und Bastelbedarf reifte, und Michaels steckte ein Jahrzehnt lang bei etwa 5 Mrd. Dollar fest.
Zwei Wettbewerber liquidierten im selben Jahr, wodurch Kunden und Regalnachfrage frei wurden.
Der Kauf von Joanns geistigem Eigentum und Eigenmarken bei einer Auktion war billiger, als Stofflinien von Grund auf neu aufzubauen.
Private Eigentümerschaft ermöglichte schnelle Entscheidungen, die Investoren an öffentlichen Märkten womöglich schwer nachvollziehbar gefunden hätten.
Frühere Ausgaben für Digitales hatten die Filialen unterinvestiert gelassen, weshalb das Kapital dorthin umgeleitet wurde.
Die Insolvenz eines Rivalen ist eine seltene Gelegenheit, in angrenzende Kategorien einzusteigen; die private Eigentümerschaft ermöglichte es Michaels, innerhalb von Monaten zu handeln und Kapital auf die Filialen umzulenken.
Michaels ist seit fünf Jahren in Apollos Händen, nahe am typischen Sieben-Jahres-Zyklus, weshalb Fragen zu einem Börsengang lauter werden; Boone sagt, die Eigentümerschaft sei zweitrangig gegenüber der Leistung für den Kunden. Das berichtete Umsatzwachstum ist ungeprüft und wird anonymen Quellen zugeschrieben, und die Erwartung, einen Teil der früheren Umsätze von Joann und Party City zu übernehmen, ist Boones Prognose.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- How Apollo-owned Michaels turned two rivals' bankruptcies into a growth strategy Fortune · fortune.com ·